Antsirabe Gefängnis

 

Kurzfassung

Das Gefängnis, das von den Franzosen für 300 Insassen gebaut wurde, hat derzeit eine reguläre Bevölkerung von über 900 Personen. Die Haftbedingungen in den Gefängnissen sind sehr prekär, und staatliche Hilfe ist sehr knapp bemessen. Das Gefängnissystem befindet sich daher in einem sehr kritischen Zustand des Verfalls. Verschiedene NGOs arbeiten innerhalb des Gefängnisses, um den Gefangenen Hilfe zu leisten. Die Fondation Avenir Madagascar arbeitet im Rahmen des Gefängnisses mit den Kleinen Schwestern des Evangeliums von Charles de Foucault zusammen. Auf Anfrage der Schwestern bringt die Fondation Avenir Madagaskar regelmäßig materielle Hilfe.

 

Geschichte und Kontext

Die große Mehrheit der madagassischen Bevölkerung lebt in Armut und Elend. Die Bedingungen in den Gefängnissen sind für die Insassen madagassischer Gefängnisse buchstäblich unmenschlich: Sie vegetieren vor sich hin und her in Promiskuität, Verlassenheit, Müßiggang, Unterernährung, Ungeziefer und Infektionskrankheiten. Ihre Situation wäre völlig unhaltbar, wenn humanitäre Organisationen und religiöse Gemeinden sich nicht um sie kümmern würden. Leider sind die Gefängnisse auch zu einem bevorzugten Terrain für Proselyten allgegenwärtiger Sekten geworden.

In Antsirabe, der drittwichtigsten Stadt auf der Großen Insel, hat das Gefängnis mehr als 900 Insassen aller Altersgruppen, darunter Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren. Hinzu kommen gut fünfzig auf engstem Raum eingesperrte Frauen, von denen einige schwangere oder stillende verkümmerte Babys sind, die im Gefängnis geboren wurden.

Drei Viertel der Häftlinge warten auf ihren Prozess. Einige von ihnen befinden sich seit Jahren wegen kleinerer Vergehen in Untersuchungshaft. Für einen Hauseinbruch, den Diebstahl eines Huhns oder eine Schlägerei im betrunkenen Zustand sitzen manche bis zu 5 Jahre oder mehr in diesem Höllenloch ein, ohne überhaupt verurteilt zu werden.

 

Errungenschaften

Die Hilfe der Fondation Avenir Madagascar für das Gefängnis von Antsirabe begann 1998. Sie ist eine Tochtergesellschaft des madagassischen Staates und arbeitet stets mit den Kleinen Schwestern des Evangeliums zusammen. Es betrifft die Renovierung der Infrastruktur des Gefängnisses: Küchen, sanitäre Einrichtungen, Kanalisation und Schulhilfen.

Was die Hilfsprojekte für Gefangene heute betrifft, so zielen sie insbesondere auf :

  • Die Fortsetzung der einmaligen Hilfe durch die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten…
  • Regelmäßige Desinfektion der Schlafsäle
  • Abwasserkanalisation

All diese Hilfe geschieht auf Bitten der Kleinen Schwestern des Evangeliums.

 

Zukünftige Entwicklungen

Fortsetzung der gegenwärtigen Hilfe, keine neue Entwicklung in unmittelbarer Zukunft geplant.

 

 

 

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